Die Angst vor der Innenschau
- Andrea Berauer
- 23. Nov. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. Feb.
Warum haben Menschen so unsagbar viel Angst davor, in die Stille zu gehen und nach innen zu schauen? Was glauben sie dort zu finden? Den Teufel? Ein Monster? Etwas Dunkles?
Nein. In Deinem Inneren findest du alte Verletzungen, ungelebte Wünsche, verdrängte Gefühle und Fragen, auf die du bisher keine Antwort hattest.
Nach innen zu schauen bedeutet, der eigenen Wahrheit zu begegnen. Und das ist für viele beängstigender als jedes äußere Problem.
Doch Wahrheit macht nicht klein und ängstlich - Wahrheit macht frei.
Der Blick nach innen ist kein Loch, in das man fällt. Er ist ein Raum, in dem man sich findet. Dort gibt es Orientierung, Ruhe, echte Selbstkenntnis, eine Verbindung zu einer höheren Weisheit und Mut, das eigene Leben bewusst zu gestalten.
Innenschau ist der Kompass, der uns wieder auf unseren Weg führt.
Meine Mutter sagte einmal zu mir: "schau nicht so in Dich rein." Damals war ich vielleicht 12 Jahre alt. Oberflächlich betrachtet, könnte man meinen, dass es wie ein Schutz gemeint war. Aber bei genauerem Hinsehen, erkennt man, dass es eine Aufforderung zum Wegsehen war.
Ich musste erst erwachsen werden, um zu erkennen, dass ich einen anderen Weg gehen muss. Krankheit, schlechte Beziehungen und ein ständiges Unwohlsein in meiner eigenen Haut, dieses Gefühl - das bin nicht ich - zwangen mich dazu.
Heute weiß ich, dass mein Inneres kein Problem ist, sondern meine größte Ressource.
Und genau diesen Raum öffne ich heute für andere Menschen. Ich begleite sie dorthin, wo sie sich selbst wieder hören, zu jener inneren Stimme, die nie ganz verschwindet, sondern nur leiser wird, wenn niemand ihr zuhört.




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